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Was ist die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)?

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist in einem komplexen philosophischen System verwurzelt mit einem spezifischen Bild vom Menschen und seiner Einbindung in seine Umwelt. Ihr Erklärungsmodell von Ursache und Entstehung einer Erkrankung steht daher oft in einem gänzlich anderen Zusammenhang als in der westlichen Medizin.

Kennzeichnend für die Traditionelle Chinesische Medizin ist ihre ganzheitliche und auf den einzelnen Menschen gerichtete Sichtweise.

Kein Organ oder Körperteil steht für sich allein und kann folglich auch nicht isoliert behandelt werden. Krankheit wird verstanden als ein "Disharmoniemuster", in das nicht nur die jeweiligen Krankheitssymptome, sondern alle physiologischen und psychologischen Merkmale des Individuums einfließen.

So erkrankt ein Mensch nicht allein dadurch, daß der Körper z. B. von einem Virus befallen wurde, sondern durch das Vorhandensein einer bestimmten Disposition in seinem Organismus, welche die Entstehung und die Weiterentwicklung einer Krankheit begünstigt. In der TCM spricht man von einer Störung des energetischen bzw. Yin-Yang-Gleichgewichts. Ziel der Behandlung ist es daher, dieses Fließ-Gleichgewicht im Sinne einer ganzheitlichen Harmonie wiederherzustellen.

 

Theoretische Grundlagen

Ganzheitliche Betrachtungsweise

Grundbegriffe: Qi, Xue (Blut), Jing (Essenz), Jin-Ye (Körperflüssigkeiten) und Shen (Geist)

Yin-Yang und Wuxing (5 Wandlungsphasen) sowie Zangfu ("Organ"-Theorie / Funktionskreise)

Pathologie: innere und äußere Krankheitsfaktoren sowie Wechselbeziehungen zwischen Menschen und Krankheitsfaktoren

Diagnostische Verfahren: Sehen, Fragen, Tasten, Hören und Riechen (Zungen- und Pulsdiagnostik)

Syndrom-Diagnose nach den 8 Leitprinzipien: Außen-Innen, Hitze-Kälte, Fülle-Leere und Yin-Yang

 

Therapieverfahren

Die Therapie in der TCM erfolgt erst nach der Erstellung einer Syndrom-Diagnose (u.a. nach den acht Leitprinzipien sowie Zang-Fu), die auf den vier Untersuchungsverfahren Sehen, Befragen, Betasten und Hören-Riechen fußt. Jede Therapie verfolgt das Ziel, die Harmonie im Sinne des Yin-Yang-Gleichgewichts wiederherzustellen.

Akupunktur

Verschiedene Punkte, die im im Verlauf der Meridiane liegen, werden mit Nadeln gestochen, wodurch eine Reizwirkung ausgeübt wird. Dabei ist von Bedeutung, die richtigen Punkte auszuwählen und zu kombinieren, die geeignete Stichtechnik zu verwenden und sich für die richtige Dosierung der Reizung (Dauer und Intensität der Nadelung) zu entscheiden. Unterschieden werden kräftigende (tonisierende) und ausleitende (sedierende) Techniken. Bei Bedarf und Indikation wird eine Wärme-Applikation mittels Beifuß-Rolle bzw. -Kegel (Moxibustion/Moxa-Behandlung) statt Nadelung durchgeführt.

Tuina-Massage

"Tuina" (von Chinesisch: Tui = schieben und Na = greifen) oder "Anmo" (An = drücken und Mo = reiben) ist die traditionelle chinesische Massage. Im Westen wurde diese Therapieform zunächst unter der Bezeichnung "Akupressur" bekannt, wobei letztere allerdings nur einen Teil der in der Tuina enthaltenen Massagetechniken nutzt. Während die Akupressur in Anlehnung an die Akupunktur mit kleinflächigem Fingerdruck arbeitet, ist das Behandlungsspektrum der Tuina-Massage sehr viel breiter gefächert: Gewebe und Organe werden sowohl lokal (Punktmassage) als auch über die entsprechenden Meridiane (Leitbahnen) behandelt (Meridianmassage). Neben Techniken, bei denen punktuell starker Druck ausgeübt wird, kommen auch knetende, greifende, streichende und klopfende Verfahren zur Anwendung sowie großflächige Behandlungen verschiedener Körperregionen. Darüber hinaus werden auch einfache chiropraktische Griffe zur Mobilisierung der Gelenke angewendet. Generell unterscheidet man aauch hier zwischen aufbauenden Techniken (Tonisierung) und ausleitenden, verteilenden Behandlungen (Sedierung).

Die Tuina-Massage ist eine der ältesten Therapieformen der chinesischen Medizin, älter noch als die Akupunktur. Sie wurde bereits im Klassiker der inneren Medizin, dem "Huang Di Nei Jing" ("Innere Heilkunde des Gelben Kaisers", ca. 230 v. Chr.) beschrieben.

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Arzneimittelheilkunde

In der TCM werden Arzneimittel pflanzlicher, tierischer und mineralischer Herkunft verwendet. Die Arzneimittel werden unterschieden nach ihrem Einfluß auf den Organismus, außerdem werden sie eingeteilt nach ihrem Geschmack (sauer, bitter, süß, scharf und salzig) und nach ihrer thermischen Wirkung auf den Körper. Charakteristisch ist der Einsatz der Arzneimittel in Form eines Kompositums, um die erwünschten therapeutischen Wirkungen zu verstärken und zugleich unerwünschte Nebenwirkungen zu reduzieren.

Diätetik

Ebenso wie die Arzneimittel werden auch die Nahrungsmittel und Gewürze unterschieden nach Geschmack und termischer Wirkung. Wichtig ist hier der präventive Ansatz, der Krankheit erst gar nicht entstehen läßt, sondern stets nach der Ausgewogenheit von Nähren und Ausscheiden trachtet. Zusätzlich kommt die individuelle Heildiät zum Einsatz, die ein aufgetretenes Ungleichgewicht beseitigen soll. Fallweise finden einige Arzneimittel hier auch ihren sinnvollen, ergänzenden Einsatz.

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